Flugausfall-Entschädigung: Die Geschichte von Anna und Kai

Mittlerweile seltener als es früher noch der Fall war, besuche ich unsere alte Stammkneipe in Bremen. Das wird sich aber jetzt bestimmt wieder ändern. Denn „Bier trinken“ ist Kundenakquise!

Anna ist eine alte Schulfreundin von uns und Kai ihr Lebensgefährte. Aber das ist kein Problem, wir mögen Kai. Wir trafen uns vor ein paar Wochen zufällig in der erwähnten Kneipe und ich finde diese Geschichte erwähnenswert, weil sie einen verbreiteten Irrtum aufklärt.

Egal wie viel der Flug kostet, das Anrecht auf Entschädigung bei einem Flugausfall bleibt!

Nach kurzem „auf den Stand bringen“ von Anna, wie denn Uni und das neue Leben in Hamburg so vonstatten gehen, kontere ich mit News zu euflieger. Und das war ein kluger Schachzug, denn so kamen wir zu einem Auftrag und Annakai Skywalker zu einem lustigen Spitznamen, den ich mir gerade für die zwei überlegt habe, und insgesamt 800€ Entschädigung.

Die beiden wollten nämlich Anfang diesen Jahres von Hamburg aus gen Süden fliegen und da passierte, was täglich so häufig vorkommt: Flugausfall. Da sie vermuteten, für einen Flug der sie pro Person gerade mal 25€ gekostet hat, kein Anrecht auf eine Entschädigung zu haben, blieb die Fluggesellschaft ungestraft und Annakai ohne Geld.

Das aber ist ein häufiger und teurer Fehler, denn: Egal wie viel Du für einen Flug bezahlt hast, das Anrecht auf eine Entschädigung bleibt immer gleich. Und noch wichtiger: Auch wenn Du erst lange nach deinem Flug von Deinen Rechten erfährst, ist das kein Problem. Denn dein Geld können wir bis zu drei Jahre später noch einfordern!

Annakai haben jetzt jedenfalls genügend Kohle für den nächsten Urlaub!

Große Namen, schlechte Erfahrungen – Das können wir doch besser, oder?

Die Geburtsstunde von euflieger.de ist eigentlich einer Reihe von Vorfällen und anschließenden Gedankenspielen in unserem Freundeskreis zu verdanken. Wir sind ein eingeschworener Kreis. Beste Freunde sozusagen. Aufgewachsen sind wir alle gemeinsam in Bremen. Als es dann endlich Zeit wurde in die Welt zu gehen, haben wir ein paar Rituale entwickelt, die helfen sollen, uns nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu gehört auch, mindestens einmal im Jahr gemeinsam Urlaub zu machen. Sich einfach irgendwo entspannt zu treffen und sich wieder mal gemeinsam über das Leben auszutauschen. Bitte ohne Stress.

Flugverspätung – Entschädigung verlangen? Aber wer hilft?

Auf der Rückreise einer dieser Urlaube hatten wir dann einen dieser typischen Vorfälle, die täglich so viele Menschen betreffen, dass sich daraus eine ganz neue Branche entwickelt konnte. Unser Flug hatte reichlich Verspätung. Der Jurist unter uns wusste, dass uns hierfür eine Entschädigung zusteht – und in der Zeit von Studium und Ausbildung, in der jeder Cent wertvoll ist, war es keine Frage dass wir unseren Anspruch auf Entschädigung auch geltend machen wollten! Und wohin gingen wir damit? Google verriet es: Wir nahmen den Marktführer!

Langes warten und eine herbe Enttäuschung

Aber nach einiger Zeit und mehrmaligen Nachhaken wurde uns klar: Was so einfach und unkompliziert klang, ist in Wirklichkeit langwierig und belastend. Während einige von uns zur Frustrationsbewältigung den Jakobsweg bewanderten, kam die Idee, unsere Ansprüche selbst durchzusetzen. Das know-how war ja schließlich vorhanden! Und tatsächlich: kurze Zeit später war das Geld auf dem Konto. So einfach geht das? Naja, Vivelleicht nur dann, wenn man sich wirklich Mühe gibt, Zeit nimmt und nicht jeden Fall nach Schema F abarbeitet? Ja, genau. Und so entstand die Firmenphilosophie.

Anfrage abgelehnt? – Hier ein Tipp

Unser direkter Kontakt mit den Großen der Branche war natürlich nicht der einzige. Aus dem Bekanntenkreis hören wir häufig, dass Aufträge nicht angenommen werden. Das bedeutet aber nicht, dass überhaupt kein Anspruch besteht! Werden eine große Anzahl von Anfragen tagtäglich bearbeitet, bleibt verständlicherweise die Qualität und Sorgfalt der einzelnen Prüfung auf der Strecke. Passt ein Fakt nicht genau in die Vorlage, wird abgelehnt. Zu hohes Risiko, zu hoher Zeitaufwand – kein maximaler Gewinn.
Wir versuchen, gerade hier Alternativwege aufzuzeigen. Gerne auch in einem persönlichen Gespräch. Handgemachte Beratung eben.