Quelle: Deeashley / pixabay.com

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Ansprüche wegen Nichtbeförderung

Immer wieder kommt es vor, dass Fluggesellschaften Passagiere, die sich pünktlich zum Check-In eingefunden haben, nicht befördern, weil die Fluggesellschaft das Flugzeug überbucht hat. Das heißt, die Fluggesellschaft verkauft mehr Tickets als tatsächlich Plätze im Flugzeug vorhanden sind. Dabei gehen die Fluggesellschaften davon aus, dass es immer den ein oder anderen Passagier gibt, der seine Reise doch nicht antritt. Ist das jedoch nicht der Fall, werden Sie spätestens am Check-In abgewiesen und haben das Nachsehen.

ABER: Die Fluggastrechteverordnung steht auf Ihrer Seite. Wir klären Sie auf, wann Sie einen Anspruch auf Entschädigung haben.

Folgende Ansprüche kommen in Betracht:

  • Erstattung des Ticketpreises
  • kostenloser Rückflug zum Abflugort
  • alternative und frühestmögliche Beförderung zum Reiseziel

Ferner haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung. Die Höhe richtet sich nach der Länge der Flugstrecke.

  • bis zu 1.500 km: 250,00 Euro
  • von 1.500 km bis 3.500 km: 400,00 Euro
  • über 3.500 km: 600,00 Euro

WICHTIG: Ob Sie einen Anspruch auf Entschädigung haben und wie hoch dieser ist, ist unabhängig davon wie teuer Ihr Ticket war. Auch wenn Sie sehr günstig ein Flugticket erworben haben, muss die Fluggesellschaft eine Entschädigung zahlen.

Das richtige Vorgehen bei einer Nichtbeförderung

Lassen Sie sich die Nichtbeförderung von der Fluggesellschaft schriftlich bestätigen. Bestehen Sie darauf, dass auch der Grund der Nichtbeförderung schriftlich festgehalten wird.

Bewahren Sie alle Rechnungen auf, die Kosten dokumentieren, die Ihnen eventuell durch die Nichtbeförderung entstanden sind. Wenn möglich tauschen Sie Kontaktdaten mit anderen Passagieren aus.

Lassen Sie sich Ihre Entschädigung innerhalb von 48 Stunden von uns auszahlen.

Checkliste:

  • Nichtbeförderung schriftlich bestätigen lassen
  • evtl. Kontaktdaten mit anderen Passagieren austauschen
  • Rechnungen, Tickets der Reise zu Beweiszwecken aufbewahren

Kann ich meine Ansprüche auch selbst durchsetzen?

Selbstverständlich können Sie auch selbst die Ihnen zustehenden Ansprüche gegenüber der Fluggesellschaft geltend machen.

Leider zeigt unsere Erfahrung in der Praxis, dass die Fluggesellschaften sich gegenüber Privatpersonen weniger kooperativ zeigen und das  eigenständige Anschreiben selten Erfolg hat. Wenn es Ihnen die Zeit und die Nerven wert sind, spricht nichts dagegen, dass Sie zunächst versuchen Ihre Ansprüche auf eigene Faust geltend machen. Wichtig: Oft versuchen Fluggesellschaften Sie mit Gutscheinen zufriedenzustellen. Sie sind keinesfalls verpflichtet diese anzunehmen. Die Fluggastrechteverordnung gibt Ihnen einen Anspruch auf eine Geldzahlung. Lassen Sie sich also nicht mit weniger abspeisen als Ihnen zusteht!

Lassen Sie sich Ihre Entschädigung sofort auszahlen!

Wir kaufen Ihnen Ihre Forderung ab. Sie können die Entschädigung in jedem Fall behalten – egal ob wir die Forderung gegenüber der Fluggesellschaft durchsetzen können oder nicht. Fordern Sie jetzt unverbindlich Ihre Entschädigung an.